Donnerstag, 22. Oktober 2015

Eins




Eins mit der Natur sein. 
Eins mit sich.

Das fällt in dieser schnelllebigen Zeit immer schwerer. Für mich momentan ein Paradox gerade jetzt diese Bilder aus meiner Zeit auf Bali zu posten, als ich mich so unglaublich lebendig, kräftig und verbunden mit der Natur fühlte - bereit für alles und jeden, auf der Suche nach der großen Herausforderung & Selbstverwirklichung. Und vor allem eins mit mir selbst. Gerade noch so den richtigen Moment festgehalten während dieses Shoots. Und gerade einmal 2 Wochen zurück im Berliner Alltag hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen und plötzlich liege ich im Krankenhaus. Cut.

Gerade deshalb nun dieser Beitrag. 
Im Urlaub kommt man meist ganz natürlich ohne groß darüber nachdenken zu müssen genau den Dingen nach, die Spaß machen, die einen erfüllen. Für mich persönlich die beste Kombi: Natur und Mode! Natürliche Achtsamkeit, die verwurzelt und stilvolle Schönheit, die beflügelt. Ich war viel in der Natur unterwegs, habe von Reisfeldern über Strände bis hin zu balinesischen Wäldern jede Minute genossen und mich von diesem tropischen Paradies erden lassen. Wenn es mir dann doch zu erdig und schlammig wurde und ich mich nach Zivilisation sehnte, ging ich ganz oberflächlich shoppen, ließ mir Designs maßschneidern, die ich selbst kreierte oder inszenierte mit Freundinnen gemeinsam Mode, wie hier dieses Fotoshooting für den New Yorker Designer Paul Ropp. Selber kreativ sein dürfen und schöne Dinge erschaffen. Leider bleibt dafür im Alltag wenig  Zeit. Das große Glück von Urlaub bedeutet doch eigentlich die inspirierende & schöne Seite dieser Erde zu sehen und sich ausschließlich mal mit den schönen Dingen des Lebens befassen zu dürfen. Zudem ganz wichtig: Digital Detox - nicht ständig online und erreichbar sein müssen, keine Nachrichten schauen, sich abschotten und nicht täglich zerfressen werden vom (meist negativen) Informationsüberfluss, der uns über  diverse Kanäle zwangsläufig erreicht. 

Zurück im grauen und kalten Berlin wurde ich erschlagen von den Problemen der Menschheit - von Krieg, über Flüchtlingsdramen, rechtsextreme Äußerungen, nach wie vor die Wirtschaftskrise meines Heimatlandes, politisches Unwissen, Korruption bis hin zu Angst und Ungewissheit weit und breit. Ich arbeite in Deutschlands größtem Medienhaus, da landen die Schlagzeilen der Tageszeitungen leider tagtäglich direkt auf dem eigenen Schreibtisch und ein Wegschauen ist unmöglich.
Ich fühlte mich plötzlich schuldig. Schuldig nichts zu tun gegen die Armut und dass meine Hobbies tatsächlich Mode und Spaziergänge im Wald mit meinem Hund sind.
Durch diese schlechten Gedanken war ich wie gelähmt & schlecht gelaunt bis ich schließlich krank wurde. Ist das der Sinn und Zweck? Ganz sicher nicht! Darum mein Appell:

 Nehmt Euch Zeit für das, was Euch glücklich macht, egal wie oberflächlich es scheint! Und tut es mit Muße - Nennt es positive Schwingungen oder wie auch immer, die ihr damit aussendet. Seid ihr glücklich ist es zumindest auch Euer direktes Umfeld! 
Ich möchte ganz sicher niemandem empfehlen die Augen zu verschließen und auf heile Welt zu tun, aber es ist okay sich seine Zeit zu nehmen, um sich in dieser teilweise sehr brutalen Welt auch oberflächlichen und schönen Dingen zu widmen, wie beispielsweise der Mode. Und doch bitte ohne schlechtes Gewissen! 

Und daher nun hier mit bestem Gewissen ein reiner Fashion Post mit den wundervollen Fashion Designs von Paul Ropp inmitten der unberührten Natur Balis:
















Mittwoch, 7. Oktober 2015

One Girl Show







Schicksal. Ein kleines Wort mit großer Bedeutung.
Mein Bali Urlaub begann alles andere als geplant… 
Aber von vorn: Im Berliner Alltag bin ich kaum allein, in dieser schnelllebigen und hektischen Hauptstadt geboren und aufgewachsen, habe ich immer viele Freundinnen um mich, meine Familie, Kollegen oder meinen Freund zuhause. Also eigentlich bin ich 24/7 unter Leuten und das war mir vorher nicht einmal bewusst. Auf Bali kam dann alles anders und ich war plötzlich alleine in einem fremden Land unterwegs. Da ist dann erstmal nichts. Außer Ruhe. Und du selbst. 
Vielleicht sollte genau das meine Challenge für die nächsten 2 Wochen werden.

Es kostete mich zugegebener Maßen anfangs einige Überwindung einen Tagesablauf völlig alleine nur für mich zu planen. Nach einer knappen Woche war ich darin dann aber schon ziemlich gut, hatte Locals kennengelernt, die mich zu den Touri-Hot Spots auf Sightseeing Tour fuhren und mit denen ich meine Tunika-Preise ausdealte und mir meine Wildledershorts und Leder-Capes maßschneidern ließ. Bali ist übrigens das Shopping-Paradies für Lederwaren und Silberschmuck. Die typischen Balinesischen Boho-Tunikas, sind jedoch mein persönliches Highlight. In verschiedensten Farbkombinationen und in diversen Schnitten und Längen hat Frau nie genug davon! Vor allem in den Bezirken Seminyak und Legian gibt es diese an fast jeder Straßenecke. Es empfiehlt sich direkt 2 oder 3 zu kaufen, dann lässt es sich leichter verhandeln - diese trage ich übrigens auch auf den  Bildern.

 Alleine sein war jedenfalls anscheinend wirklich nicht so meins und ich lernte schneller als gedacht Leute kennen. So auch 3 deutsche Mädels - und zwar ganz Besondere. Ich zog direkt in ihre traumhaft schön gelegene Villa mit ein und wir führten die tollsten Frauengespräche, hörten gute Musik, machten Yoga am Strand und tranken selbst gemixte Daiquiries & Detox Smoothies danach. Ein Mädchentraum!
Und so kam es, dass ich aus einer eher unschönen und kurzzeitig einsamen Situation heraus drei neue tolle Freundinnen gefunden hatte. 
Danke & Cheers - auf die Freundschaft und das Schicksal!


Die Fotos wurden aufgenommen in den Puri Tirta Villas in Nusa Dua, Bali. Für weitere Infos bitte hier klicken.























Sonntag, 4. Oktober 2015

Spread some Hippie!


Spread the love, Hippies! 
Ein ganz besonderer Tag: 4 Mädels und ein Monster Pick Up Truck - voll beladen mit Haute Couture Mode im Boho Gipsy Chic inmitten Balinesischem Nowhere. Keine Touristen, kein Kiosk, kein Wasser, kein Schattenplatz, nur brennende Mittagshitze und Reisfelder soweit das Auge reicht - und ein paar Reisfeld-Arbeiterinnen. Ab und zu kommen Einheimische auf der wenig befahrenen Straße entlang und schauen verwundert, was 4 junge Europäerinnen in dieser verlassenen Gegend und in diesen auffälligen Gewändern hier zu suchen hatten. Ein selbst organisiertes kleines Fashion Shooting, das war unser Plan. 
Paul Ropp ist ein New Yorker Modedesigner, der in den 60er Jahren die New Yorker Fashion Week Laufstege unsicher machte - in jener Zeit als noch Hedonismus, unkonventionelle Lebensformen und Indische Stoffe die Würze des Lebens waren. Er selbst sagte einmal: "My Clothes are for people who want sensual freedom and movement or prefer to be naked". Nun gut. Und weil wir anstatt unbekleidet nun doch lieber seine Kollektionen tragen wollten, da wir hinter dem etwas in die Jahre gekommene Image dieses Labels durchaus Potenzial einiger Designs entdeckten, wollten wir dieser Zeit entsprechende neue Bilder entstehen lassen -  ohne viel Chi Chi drum herum, ohne glitzernde Bühnenbilder und auffällig inszenierte Logo-Walls mit Lichteffekten und völlig überschminkten Models wie er sonst seine Fotoshootings abhielt, sondern natürlich -  mit ganz normalen Mädchen mitten in Balis Natur mit komplettem Fokus auf seine Designs.

Hier schon einmal ein kleiner Vorgeschmack in Form von den "Making of" Fotos - seid gespannt und solange: spread some Love <3 ! 

ZOE


















Samstag, 3. Oktober 2015

Bali - another Beauty


Bali, ein neues Kapitel für mich. 
Alleine einmal um die halbe Welt fliegen war schon nicht ganz ohne - vor allem wenn man Flugangst hat. Zudem kam die Aufregung: Ich wusste so ziemlich gar nicht was mich dort erwarten würde, hatte Eat, Pray, Love (im Gegensatz zu wahrscheinlich 80% der anderen weiblichen Touris) nie gesehen und stellte mir um die Flugangst zu überstehen nun die perfekte unberührte Natur vor, das Paradies auf Erden sozusagen - mit weißen Sandstränden in einsamen Buchten mit Malediven-ähnlichem azurblauem Wasser und dazu tropische Blumen. 
Als ich völlig erschöpft und übermüdet nach 26 Stunden am hektischen Flughafen ankam und im Taxi zu Heavy Metal Musik durch die engen stinkenden Straßen, die von den Massen der Touristen und Einheimischen überladen waren,  fuhr, zweifelte ich stark ob dieses Reiseziel das richtige für mich sein sollte. 
Die unzähligen extrem  lauten Motorroller hupten und blockierten die gesamte Straße - totales Chaos, der Taxifahrer mit Rockertypischen langen Haaren und Hawaiihemd dazu schimpfte auf Balinesisch, drehte sich dann zu mir um und schrie TROPIC, TROPIC! 
Tropical? Typical? Ich stimmte ihm jedenfalls höflich lächelnd und nickend zu. Er daraufhin nur "Sorrysorrysorry. " Dieses 3 fache "Sorry" wiederholte er noch in etwa 5 Mal. Langsam nervte es ehrlicherweise, vor allem weil ich gar nicht so recht wusste wofür er sich eigentlich entschuldigt. Ich beruhigte ihn jedenfalls und eine halbe Stunde später (nach weiteren gefühlten 10 "Sorrysorrysorry") kamen wir schließlich an. Ich wollte nur noch, dass dieser ewig-lange Reisetag endete und fiel sofort ins Bett.

Am nächsten Tag raffte ich mich auf und entschloss mich mehr von der Insel zu erkunden und plante direkt einen Tag in Ubud. Ich besuchte den Affenwald und nach und nach ging mir durch diese süßen kleinen Gestalten das Herz auf und ich merkte, dass ich anfing zu lächeln. Ich kam daraufhin (die Wandlung vom Griesgram zum lächelnden Glückspilz muss ihnen wohl aufgefallen sein) direkt mit Einheimischen ins Gespräch und sie gaben mir den Tipp ca. 10 Minuten vom Monkey Forest entfernt mir die Reisterrassen anzuschauen. Sie boten mir an, mich direkt hinzufahren. Erst noch etwas zögerlich und mit Vorurteilen besetzt ("nicht bei Fremden einsteigen!") willigte ich ein, ich war ja eh alleine unterwegs, hatte keine weiteren Pläne - und fuhr schließlich mit 2 weiteren Touristen in einem kleinen Transporter zu den besagten Reisfeldern. Was ich dort vorfand, war genau das Paradies, das ich mir nicht einmal in meinen Träume so hätte vorstellen können. Sattes Grün, hohe Palmen, tropische Blumen, alles duftete und ich fühlte mich unendlich glücklich. Vor allem, weil ich merkte wie selbstlos und zuvorkommend die Balinesen waren. Und genau das machte diese Insel besonders schön, nämlich warmherzig und einzigartig. Es brauchte anscheinend nur Zeit,um das wahre Gesicht und die wahrhaftige Schönheit dieses Landes & der Kultur zu entdecken.

Es stellte sich im Nachhinein übrigens noch heraus, dass die Indonesier kein "f" sprechen können und sich mein erster Fahrer lediglich bei mir für den schrecklichen Traffic entschuldigen wollte. Wie unglaublich lieb. Ich sah ein, ich hatte noch viel über Land & Leute zu lernen.

Mehr zu meinen weiteren Bali-Erlebnissen in den nächsten Tagen!

Eure ZOE






























Find me on Stylebook!